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Dumm Gelaufen! Internet Rechtsberatung im Internet...
24.04.2015 09:46

Viele wollen Geld sparen. Manche gehen so weit, ihre individuellen Rechtsfragen öffentlich im Internet zu posten. Was daraus werden kann, zeigt kürzlich erlebtes Bespiel: Frau A behauptete gegenüber Herrn B, er habe sie in Ihren Persönlichkeitsrechten massiv verletzt. Nennen wir es Stalking. Sie fordert, anwaltlich vertreten, Schmerzensgeld in massiver Höhe. Sie droht mit Klage, in der sie Beweise vorlegen werde. B bietet einen geringen Abfindungsbetrag. Ihr Anwalt rät, den Betrag anzunehmen, da sie ansonsten leer ausgehen werde. Hintergrund A kann den Vorwurf nicht beweisen. A ist mit ihrem Anwalt unzufrieden, und postet öffentlich im Internet auf einem Rechtsberatungsportal ihren Fall. Sie teilt mit, keine Beweise zu haben, und fragt die Beratungsseite, was Sie tun solle, und wie hoch ihr Schmerzensgeldanspruch sein könnte. - Wie blöd kann man sein, so etwas zu tun? - Es liegt doch nahe, daß auch die Gegenseite im Internet recherchiert. - Und dann geht man tatsächlich leer aus.

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